Du überlegst, mit Karate anzufangen – aber du weißt nicht genau, was dich erwartet. Was passiert in einer Trainingsstunde? Wie ist sie aufgebaut? Muss ich sofort kämpfen? Diese Fragen stellen sich fast alle Anfänger, und sie sind absolut berechtigt. Denn die Vorstellung vom ersten Karate-Training ist oft geprägt von Bildern aus Filmen – die mit der Realität wenig zu tun haben.
Hier bekommst du einen klaren, ehrlichen Überblick – sowohl für das Training in einer Karateschule als auch für das strukturierte Online-Training.
Der typische Aufbau einer Karate-Einheit
Ein gutes Karate-Training für Anfänger folgt immer einer ähnlichen Struktur. Diese Struktur ist kein Zufall: Sie bereitet den Körper vor, schützt vor Verletzungen und sorgt dafür, dass das Erlernte auch wirklich sitzt.
1. Angrüßen (Rei)
Jede Karateeinheit beginnt mit dem gemeinsamen Gruß – dem Rei. Das ist kein leeres Ritual, sondern ein Signal: Jetzt beginnt das Training. Dieser Moment hilft, gedanklich umzuschalten und fokussiert zu werden. Im Online-Training hat er dieselbe Funktion.
2. Aufwärmen
Das Aufwärmen bereitet Gelenke, Muskeln und das Herz-Kreislauf-System vor. Im Karate umfasst das häufig leichte Laufübungen, Mobilisationsübungen für Hüfte und Schulter sowie einfache Dehnbewegungen. Du wirst zu Beginn nicht auf den Spagat vorbereitet.
3. Kihon – die Grundtechniken
Kihon bedeutet "Grundübung". Es sind standardisierte Bewegungsabläufe – Schläge, Blocks und Tritte, die isoliert oder in Kombination geübt werden. Kihon ist das Herzstück des Karate: Hier entwickeln sich die motorischen Grundmuster, auf denen alles andere aufbaut.
4. Technik und Erklärung
Im Anfängerbereich folgt auf das Kihon oft eine gezielte Erklärung einzelner Techniken – Schritt für Schritt, mit klarem Fokus auf Ausführung und Körperhaltung. Gute Trainer und gute Online-Videos zeigen nicht nur, was gemacht wird, sondern warum.
5. Kräftigung und Cool-Down
Am Ende einer Einheit stehen oft Kräftigungstechniken – Liegestütze, Rumpfstabilisierung, Körperspannung. Abgerundet wird das Training mit leichten Dehnübungen.
6. Abgrüßen
Wie begonnen, so endet das Training: mit dem Rei. Abgrüßen markiert das Ende der Einheit – ein bewusster Abschluss.
Was du im ersten Training lernst – und was nicht
Im ersten Training lernst du keine Kampftechniken, die du sofort anwenden kannst. Das klingt hart, ist aber ein Zeichen für ein seriöses System: Karate baut auf Grundlagen auf, und diese Grundlagen brauchen Zeit.
Du lernst Standpositionen (Zenkutsu-Dachi), einfache Grundschläge (Oi-Zuki) und deinen ersten Grundblock (Gedan Barai). Dazu die wichtigsten Prinzipien: Gleichgewicht, Körperspannung im Moment der Technik und die richtige Atemführung. Das ist mehr, als es klingt.
Typische Anfängerfehler – und wie du sie vermeidest
Zu viel auf einmal wollen: Wer die ersten Grundlagen sauber ausführt, kommt weiter als jemand, der sofort Kombinationen erzwingen will
- Zu wenig Körperspannung: Viele Anfänger führen Techniken zu locker aus. Karate-Techniken entfalten ihre Wirkung erst durch gezielte Anspannung im richtigen Moment
- Atmung vergessen: Korrekte Atemführung ist ein zentrales Prinzip im Karate
- Zu selten trainieren: Wer nur einmal pro Woche trainiert, verliert zwischen den Einheiten mehr, als er gewonnen hat. Zwei bis drei Einheiten sind empfohlen
Online statt Dojo: Was ist anders?
Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Training in einer Schule und dem Online-Training ist das fehlende direkte Feedback durch einen Trainer. Dieser Nachteil ist real, aber kleiner als oft angenommen – besonders bei einem gut strukturierten System, das:
- Techniken mehrfach und aus verschiedenen Winkeln zeigt
- Häufige Fehler aktiv anspricht
- Video-Gürtelprüfungen mit echtem Trainer-Feedback anbietet
Teach Me Karate kombiniert genau das: Klare Lehrvideos, strukturierter Aufbau nach Gürtelstufen und die Möglichkeit, Prüfungsvideos einzureichen und individuelles Feedback von echten Trainern zu bekommen.
So sieht dein erstes Online-Training bei Teach Me Karate aus
Teach Me Karate wurde von Klaus Hirsch (5. Dan, über 30 Jahre eigene Karateschule) gemeinsam mit seinen Söhnen Jonas und Markus entwickelt. Das System überträgt den Aufbau einer echten Karateschule in ein digitales Format – mit dem Vorteil, dass du komplett flexibel bist.
- Angrüßen – der Beginn jeder Einheit, auch online
- Aufwärmen – mit Übungen, die speziell auf das Karate-Training vorbereiten
- Technikblock – strukturiert, klar erklärt, Schritt für Schritt
- Kräftigung – zum Abschluss jeder Einheit
- Abgrüßen – und du bist fertig
Das Training ist so aufgebaut, dass du es mit wenig Platz in deiner Wohnung oder deinem Garten durchführen kannst. Kein Gi nötig, keine Matte, keine Ausrüstung.
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